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Die dezent modernisierte Saisonküche von Harry Borst passt bestens
zu den lichten und schicken Räumen. Alles ist frisch, dafür
bürgen sein Qualitätsanspruch und die überschaubare Auswahl
an Gerichten.
Immer wieder gut: die gebratene Gänseleber in verschiedenen Variationen,
etwa mit Mispel-Waldmeister-Kompott. Darf es danach ein geangelter Wolfsbarsch
im Fenchel-Safran-Sud oder Pfälzer Lammrücken sein? Wir empfehlen
beides!
Gute Pfälzer Weine.
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Pfälzer verführt Saarländer
... und die genussfreudigen Saarländerinnen (ca. die Hälfte
der Kunden) lassen sich verführen und fahren dorthin, um sich den
kulinarischen Genüssen hinzugeben, die Herr Borst allein (!) zubereitet.
Wir fuhren erst mal am unscheinbaren Haus vorbei, öffneten kurz darauf
die Haustür und ... Überraschung! Eine andere Welt tat sich
auf: elegant rot-weiß gestylt, gut beleuchtet, herzlich. Dann kein
offener Champagner!? Aber der Pfälzer Sekt war sehr lecker, die Weinkarte
sehr schön. Die handgeschriebene kleine Speisekarte klang schon toll!
Und wir bekamen dann ein Feuerwerk der schlicht und ergreifenden Art,
ohne Firlefanz: ein Mosaik von Oktopus, Lachscroûtons mit Meerrettich-Sauce,
Hummermedaillons in Melonensauce, geangelter Wolfsbarsch mit krosser Haut
auf Fenchelgemüse oder auf mediterranem Kartoffelpüree! Ein
Gedicht! Dann aßen wir Reh auf Sommerwirsing mit Griesknödel
und zum Schluss ein Millefeuille von Erdbeere und Zitronenverbene mit
Erdbeereis. Einfach köstlich. Das gute Produkt (saisonal, möglichst
regional) ist der "Star". Wir fühlten uns rundherum wohl,
auch wegen des gelassenen, souveränen Service von Frau Borst. Dank
eines Tipps fanden wir ein Juwel.
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